24/7-Automatenkiosk eröffnen
24/7-Automatenkiosk eröffnen
24/7-Automatenkiosk eröffnen
Von der Idee bis zur Eröffnung in fünf Etappen: Standort, Genehmigungen, Geräte, Sortiment, Betrieb. Hak ab, was erledigt ist – dein Fortschritt bleibt gespeichert.
Freigeschaltet – schau kurz in dein Postfach und bestätige die Anmeldung.
Idee und Rechnung
Bevor du Geld ausgibst: Was verkaufst du, wo – und trägt sich das?
Ein Automatenkiosk lebt von dem, was es nebenan nachts und am Wochenende nicht gibt. Entscheide zuerst, wofür dein Laden stehen soll:
- Snacks und gekühlte Getränke – das Grundsortiment fast jedes Kiosks
- Produkte ab 18 wie Vapes – nur mit Alterskontrolle am Gerät
- Kaffee, Eis, Pizza oder regionale Ware als Besonderheit
- Unterhaltung: Ein Boxautomat bringt Laufkundschaft und hält sie im Laden
Ein kleiner Shop startet typischerweise mit drei bis vier Geräten. Ausbauen kannst du, sobald du weißt, was an deinem Standort läuft.
Der Standort entscheidet mehr als jedes Gerät. Geh den Platz mit dem Standort-Check durch: zehn Fragen zu Laufkundschaft, Sichtbarkeit, Erreichbarkeit, Konkurrenz, Strom und Sicherheit. Am Ende steht eine Punktzahl – und die Stelle, an der du nachbessern solltest.
Hast du mehrere Ladenlokale zur Auswahl, vergleich sie dort nebeneinander.
Stell dich an zwei Tagen je eine Stunde vor die Tür und zähl mit – einmal zum Feierabend, einmal am späten Samstagabend. Genau dann verdient ein 24/7-Kiosk sein Geld.
Rechne jedes Gerät einzeln mit dem Rentabilitätsrechner: Menschen pro Tag, Kaufquote, Verkaufspreis, Wareneinsatz. Für den ganzen Laden kommen die festen Kosten dazu, die kein einzelner Automat trägt:
- Ladenmiete und Nebenkosten
- Strom für alle Geräte und die Beleuchtung
- Internet, Kamera, Versicherung
- Deine Zeit fürs Befüllen – oder jemand, der es übernimmt
Als Richtwert: Ein kleiner Shop mit drei bis vier Automaten ist ab etwa 25.000 € netto machbar, mittelgroße Konzepte mit fünf bis sieben Geräten liegen meist zwischen 35.000 und 60.000 €. Dazu kommen Renovierung, Beschriftung und die erste Warenfüllung.
Du musst das nicht auf einmal bezahlen: Über Leasing oder Mietkauf verteilst du die Geräte auf monatliche Raten. Dafür brauchst du ein angemeldetes Gewerbe – auch Neugründer können leasen.
Komm nach Langenfeld und sieh dir die Automaten in echt an: Wie groß sind sie wirklich, wie laut, wie fühlt sich der Kauf am Display an? Bring deine Fragen und am besten Fotos oder einen Grundriss vom Ladenlokal mit – dann planen wir die Aufstellung gleich mit.
Die nächsten 4 Etappen kostenlos freischalten
Trag deine E-Mail ein – der Leitfaden öffnet sich sofort, und deine Haken bleiben gespeichert.
- Alle Etappen mit Praxistipps und den zuständigen Stellen
- Fortschritt zum Abhaken, Checkliste als PDF
- Gilt auch für den Standort-Check und alle weiteren Leitfäden
- 100 € Willkommensbonus auf deinen ersten Automaten
Ladenlokal und Genehmigungen
Ein paar Behördengänge und der passende Laden – mit dieser Liste zügig erledigt.
Rund um die Uhr geöffnet, auch sonntags – das ist die Stärke eines Automatenkiosks. In vielen Bundesländern ist das für Läden ohne Personal möglich: Mehrere Gerichte haben es 2025 bestätigt, und Länder wie Bayern, Hessen und Baden-Württemberg haben es ausdrücklich ins Gesetz geschrieben.
Die Details regelt jedes Bundesland selbst. Frag deshalb kurz beim Ordnungsamt nach, was an deiner Adresse gilt – dann planst du von Anfang an mit den richtigen Öffnungszeiten.
Lass dir die Auskunft per E-Mail geben – dann hast du sie schriftlich.
Achte bei der Suche auf ebenerdigen Zugang, eine breite Tür, tragfähigen Boden und gute Sicht von der Straße. Im Mietvertrag sollte ausdrücklich stehen:
- Nutzung als Automatenkiosk bzw. Einzelhandel ohne Personal
- Betrieb rund um die Uhr, soweit das Gesetz es erlaubt
- Außenwerbung und Beleuchtung an der Fassade
- Wer für Stromanschlüsse und Umbauten zahlt
Mach Fotos und einen einfachen Grundriss mit Maßen. Damit planen wir die Aufstellung der Geräte gleich mit dir.
Frag beim Bauamt, ob die vorhandene Genehmigung des Ladenlokals deinen Betrieb abdeckt. Oft genügt eine kurze Auskunft, manchmal ein Antrag auf Nutzungsänderung – dein Vermieter oder ein Architekt hilft dabei.
Ein einzelner Automat an einer Hauswand oder auf Privatgrund ist in den meisten Bundesländern ohne Bauantrag möglich. Für öffentlichen Grund, etwa den Gehweg, stellt die Stadt eine Sondernutzungserlaubnis aus.
Das Aufstellen von Warenautomaten meldest du beim Gewerbeamt an – ein Formular, in vielen Städten online. Eine besondere Erlaubnis brauchst du für Warenautomaten nicht; der bekannte „Aufstellerschein“ betrifft nur Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeit.
Wer Lebensmittel aus Automaten verkauft, meldet sich einmal bei der Lebensmittelüberwachung an, die für den Standort zuständig ist – meist ein kurzes Formular.
Für verpackte, ungekühlte Ware reicht in der Regel Basishygiene: saubere Geräte, regelmäßiger Blick auf die Haltbarkeitsdaten. Bei Kühlware hält der Automat die Temperatur von selbst – notier sie dir bei jedem Besuch.
Üblich sind drei Bausteine:
- Betriebshaftpflicht
- Inhalts- oder Geschäftsversicherung für den Laden
- Automaten- bzw. Elektronikversicherung für die Geräte
Sag dem Versicherer, dass der Laden rund um die Uhr ohne Personal geöffnet ist. Frag auch, welche Ausstattung er voraussetzt – Kamera und bargeldloses Bezahlen hast du ohnehin eingeplant.
Geräte und Technik
Welche Automaten, welche Bezahlwege – und was der Laden dafür technisch braucht.
Plane vom Sortiment her: Ein gekühlter Snack- und Getränkeautomat ist das Zugpferd, Fächermodule nehmen sperrige oder empfindliche Ware auf, ein Kaffeeautomat macht den Laden zum Treffpunkt. Im Konfigurator stellst du Gerät, Bezahlsystem und Ausstattung zusammen und siehst sofort den Preis.
Unsicher, was zu deinem Standort passt? Der Automaten-Assistent fragt dich in zwei Minuten durch und schlägt Geräte vor.
Im unbemannten Laden zahlt die Mehrheit mit Karte oder Handy – ein Kartenterminal gehört an jedes Gerät. Münzen und Scheine lohnen sich zusätzlich dort, wo viele Jugendliche oder ältere Kunden kaufen.
Bargeldlos hat einen zweiten Vorteil: Du sparst dir das Zählen und Wegbringen von Münzgeld.
Kartenterminals funken meist über Mobilfunk. Prüf vor der Bestellung mit deinem Handy, ob im Laden – auch hinten in der Ecke – Empfang ist.
Produkte ab 18 wie Vapes und E-Zigaretten stehen in vielen Automatenkiosken im Sortiment. Verkauft werden dürfen sie aus Automaten mit technischer Alterskontrolle – unsere Geräte gibt es dafür mit Altersverifikation direkt am Automaten. Wähl sie im Konfigurator einfach mit aus.
Möchtest du auch Bier oder Wein anbieten, stimm das Sortiment vorher mit dem Ordnungsamt ab. Für Energy-Drinks gibt es – Stand September 2026 – keine gesetzliche Altersgrenze.
Jeder Automat braucht eine normale 230-V-Steckdose. Laufen mehrere gekühlte Geräte, ein Kaffeeautomat und die Beleuchtung gleichzeitig, sollte ein Elektriker prüfen, ob die Stromkreise im Laden dafür reichen – und die Steckdosen dorthin legen, wo die Geräte stehen sollen.
Was die Geräte im Monat verbrauchen, zeigt dir der Stromkostenrechner mit den Werten aus unseren Datenblättern.
Helles Licht rund um die Uhr, freie Sicht von der Straße in den Laden und eine Kamera – damit fühlen sich deine Kunden wohl und du hast den Laden vom Handy aus im Blick. Für die Kamera gilt:
- Hinweisschild am Eingang: wer aufzeichnet, wozu und wie lange
- Aufnahmen nach spätestens 72 Stunden löschen
- Ohne Ton aufzeichnen
- Nur den eigenen Laden filmen, nicht den Gehweg
Manche Betreiber öffnen die Tür nachts per Bankkarte.
Wir richten deine Automaten vor dem Versand ein, lassen sie im Testlauf mitlaufen und schicken sie versichert per Spedition – in der Regel innerhalb von drei bis vier Werktagen. Die Spedition ruft vorher an und stimmt den Termin ab.
Miss vorher Türbreite, Stufen und den Weg bis zum Stellplatz aus: Ein Snackautomat ist groß und schwer. Sag uns Bescheid, wenn es eng wird – dann planen wir die Anlieferung passend.
Leg den Stellplatz vorher fest und halt den Weg frei – dann steht der Automat in wenigen Minuten an seinem Platz.
Sortiment und Preise
Was in die Spiralen kommt, was es kostet – und was auf dem Etikett stehen muss.
Die meisten Betreiber kaufen im Großhandel (Cash & Carry), beim Getränkefachgroßhandel und für Besonderes direkt beim Hersteller oder Importeur. Vergleich nicht nur den Stückpreis, sondern auch Mindestmengen, Restlaufzeit der Ware und wie oft du hinfahren musst.
Fang mit bekannten Marken und wenigen Sorten an. Ein Snackautomat fasst zwar bis zu 60 Sorten – aber jede Sorte, die sich nicht dreht, blockiert eine Spirale und läuft irgendwann ab. Besser: Schnelldreher doppelt belegen und zwei, drei Spiralen für Experimente freihalten.
Schau, was am Standort fehlt: Neben einer Schule andere Produkte als neben einem Fitnessstudio oder einer Kneipenmeile.
Rechne vom Einkaufspreis her und nimm Miete, Strom und Kartengebühren mit in die Kalkulation. Im Rentabilitätsrechner ist ein Wareneinsatz von 55 % voreingestellt – trag dort deine echten Einkaufspreise ein.
Am Automaten muss der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer stehen, das Pfand wird gesondert ausgewiesen. Den Grundpreis pro Liter oder Kilo musst du bei Getränke- und Verpflegungsautomaten nicht angeben. Steuerlich gilt: Lebensmittel meist 7 %, Getränke 19 % – das gehört in deine Kalkulation.
Pfand: Auf Einweg-Dosen und -Flaschen erhebst du wie jeder Händler 25 Cent Pfand. Das Leergut musst du nicht am Gerät selbst zurücknehmen – es genügt eine Rückgabemöglichkeit in der Nähe, zum Beispiel über einen Händler nebenan oder eine Leergutbox. Häng den Rückgabeweg einfach am Automaten aus.
Kennzeichnung: Verpackte Markenware trägt alle Pflichtangaben schon auf der Packung – damit bist du fertig. Ein Aushang mit den Allergenen ist ein netter Service.
Spiralen und Fächer stellen wir vor dem Versand auf deine Produktliste ein. Vor Ort heißt es dann: Steckdose rein, Kühlung herunterlaufen lassen, bestücken, Preise am Display setzen und jede Spirale einmal testkaufen. Anleitung und Video-Tutorials bekommst du vorab digital.
Leg dir eine Liste an, welche Sorte in welcher Spirale steckt und was sie im Einkauf kostet. Nach vier Wochen siehst du daran, was bleibt und was fliegt.
Eröffnung und Betrieb
Der Laden steht. Jetzt müssen die Leute davon erfahren – und du brauchst einen Rhythmus.
An jeden Automaten gehört sichtbar dein Name mit ausgeschriebenem Vornamen und deine Anschrift, bei eingetragenen Firmen zusätzlich die Firma. Das schreibt die Gewerbeordnung vor (§ 14 Abs. 3).
Außerdem in jeden Laden: eine Telefonnummer für Störungen, der Hinweis zur Videoüberwachung am Eingang, der Aushang zur Pfandrückgabe und bei Produkten ab 18 der Jugendschutzhinweis. Eine kurze Anleitung „So kaufst du hier ein“ nimmt neuen Kunden die Scheu.
Leg ein Google-Unternehmensprofil an – mit den echten Öffnungszeiten, Fotos vom Laden und den wichtigsten Produkten. Wer nachts „Kiosk in der Nähe“ sucht, soll dich finden. Dazu: Beleuchtete Außenwerbung, die man von der Straße liest, und kurze Videos aus dem Laden auf Instagram oder TikTok.
Such dir einen Tag, an dem du selbst vor Ort sein kannst. Zeig den ersten Kunden, wie der Kauf funktioniert, sammle Wünsche fürs Sortiment und bitte zufriedene Kunden um eine Google-Bewertung. Eine kleine Aktion – etwa das erste Getränk günstiger – bringt die Nachbarschaft in den Laden.
Leg feste Tage fest und schau in den ersten Wochen lieber einmal zu oft vorbei: Füllstand, Haltbarkeitsdaten, Sauberkeit, Temperatur der Kühlung. Ein leerer oder schmutziger Automat kostet dich den Kunden, nicht nur den einen Verkauf.
Viele Kartenterminals melden Umsätze und Störungen online. So siehst du vom Handy aus, welche Sorten laufen – und fährst nur hin, wenn es sich lohnt.
Gute Nachricht: Warenautomaten brauchen keine zertifizierte Kasse (TSE) und müssen keine Bons ausgeben. Aufzeichnen musst du trotzdem: Jeder Automat gilt als eigene Kasse – zähl bei jeder Leerung das Bargeld und schreib es auf, und bewahr die Verkaufsdaten der Geräte sowie die Abrechnungen des Kartenanbieters auf.
Besprich vor dem Start mit deinem Steuerberater, wie du die Daten ablegst und wie die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze sauber getrennt werden.
Nach vier bis sechs Wochen kennst du deine Renner und Ladenhüter. Tausch aus, was sich nicht dreht, heb Preise dort an, wo die Ware immer zuerst leer ist, und überleg, welches Gerät dem Laden noch fehlt. Läuft der erste Standort, ist der zweite deutlich leichter – Lieferanten, Abläufe und Ansprechpartner hast du dann schon.
Dieser Leitfaden ist eine unverbindliche Orientierung aus der Praxis und keine Rechtsberatung. Viele Regeln unterscheiden sich je Bundesland und Kommune – frag im Zweifel bei der genannten Stelle nach.
Bereit für deinen Kiosk?
Stell dir deine Automaten zusammen und sieh sofort, was sie kosten – oder sprich mit uns über dein Ladenlokal. Wir haben über 150 Automatenshops mit aufgebaut.
Fabian Broschag
Vertrieb & Beratung
Außerhalb der Zeiten schreib uns einfach – wir melden uns am nächsten Werktag zurück.